Fachkrankenhaus Coswig
 

Aktuelle Informationen

 

© RECURA Kliniken 2007

Impressum

RECURA Kliniken GmbH

zertifiziertes

klinikspezifisches

Qualitätsmanagement

Reg.-Nr. IK 27 0141

 

Presse-Mitteilung

Aufnahme der Intensivstation des Fachkrankenhauses Coswig  in die Liste der Initiative
"Angehörige jederzeit willkommen!
- ein erster Schritt zur angehörigenfreundlichen Intensivstation".

Die Stiftung Pflege e.V. hat in Anlehnung an die "Charta der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen" die Initiative "Angehörige jederzeit willkommen! - ein erster Schritt zur angehörigenfreundlichen Intensivstation" ins Leben gerufen. Demnach haben Intensivpatienten das Recht

- für sie wichtige Menschen in der Nähe zu haben und ihre Unterstützung so oft
  wie nötig in Anspruch zu nehmen.
- über ihre Situation aufgeklärt und in Entscheidungen mit einbezogen zu werden.
  Fall sie dazu nicht in der Lage sind, hat ein Mensch ihres Vertrauens das Recht,
  alle Informationen über ihre gesundheitliche Situation zu erhalten sowie
- dass die professionellen Betreuer (Ärzte und Pflegepersonal) ihre Angehörigen
  mit Respekt begegnen, sie als therapeutisch wichtig ansehen und mit ihnen eine
  gute Besuchsregelung vereinbaren.

Das Fachkrankenhaus Coswig ist ein Zentrum für Pneumologie, Allergologie, Beatmungsmedizin, Thorax- und Gefäßchirurgie und spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen der Lunge und der Bronchien. Oftmals werden hier Patienten und die ihnen vertrauten Personen über längere Zeiträume behandelt. Dabei orientieren sich alle ärztlichen, pflegerischen sowie therapeutischen Handlungen und Entscheidungen an humanistischen Grundsätzen, sie basieren auf langjährigen fachlichen Erfahrungen der Mitarbeiter sowie auf einer modernen, evidenz-basierten leitlinienorientierten Medizin unter Einbeziehung psychischer und seelischer Aspekte.

Die Intensivstation des Fachkrankenhauses Coswig verfügt über 10 interdisziplinäre Betten. Sie erfüllt die Voraussetzung der Initiative - das Zertifikat über die Aufnahme der Klinik in die Liste des Stiftung Pflege e.V. wurde uns am 14. Januar 2010 ausgestellt.

Mehr unter www.stiftung-pflege.de

Presse-Information
vom 08.06.2007

Zertifizierung – Herausforderung und Hilfe

Ausgehend von den Anforderungen an die Qualitätssicherung in zugelassenen Krankenhäusern laut SGBV § 137 beschloss die RECURA Kliniken GmbH im Jahr 2004, ihre Kliniken nach ISO 9001:2000 und ISO Plus zertifizieren zu lassen. Die RECURA Kliniken GmbH mit ihren Kliniken und weiteren Einrichtungen sind eine private Unternehmensgruppe für gesundheitliche Dienstleistungen mit regionaler und fachmedizinischer Schwerpunktsetzung. Stellt unser gemeinsames Leitbild als solches schon eine Herausforderung an alle Mitarbeiter dar, auch wenn wir es als praktikablen Maßstab für qualitative und quantitative Zielfindung und Umsetzung sehen, so sahen wir die Zertifizierung nach den oben genannten Richtlinien als eine zusätzliche Herausforderung an uns alle und einen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht sicher abschätzbaren Aufwand an Zeit, Arbeitskraft und Geduld an.

Nach dem externen Audit wurde uns schließlich im März 2007 die Zertifizierung bestätigt. Als wir die Aufgabe in Angriff nahmen ahnten wir nicht, dass dafür zweieinhalb Jahre der Vorbereitung benötigt werden, um dieses Ziel schließlich zu erreichen. Die Rolle des QM-Beauftragten übernahm unsere Pflegedienstdirektorin, die von Anfang an durch einen externen QM-Berater anfänglich geleitet und später unterstützt wurde. Nach langer Arbeit lag der Entwurf eines QM-Handbuches vor, das allen Mitarbeitern unseres Hauses zugängig wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde wohl in allen Abteilung klar, dass die Zuarbeit von allen nur Mosaiksteine an dem großen Gesamtwerk darstellten.

Von Anfang an war es ein Stück Überzeugungsarbeit, um Klarheit darüber zu schaffen, dass sämtliche unsere routinierten Arbeitsabläufe als Prozessbeschreibungen fixiert werden müssten. Als aber die ersten organisatorischen Lücken beim Fixieren der Abläufe deutlich wurden, sahen die meisten von uns, dass das ganze Unternehmen nicht Selbstzweck war, wie von vielen anfänglich befürchtet wurde. Die klar umrissenen Verantwortlichkeiten einerseits sowie das interdisziplinäre Zusammenspiel aller Beteiligten andererseits, wurden bisher zwar als Selbstverständlichkeiten gesehen, aber beim Prozess der Fixierung im Managementhandbuch doch an einigen Stellen korrigiert. Eine Reihe von Arbeitsabläufen und -vorschriften, die uns in ständig aktualisierter Form als hausinterne Ordnungen vorlagen und aus unserer Sicht lückenlos waren, erfuhren durch die Arbeit am Managementhandbuch erneut einer gründlichen Revision bis zur Neufassung. Hier ist unter anderem auf unser neues umfassendes Hygienehandbuch hinzuweisen. Die Probleme des Brandschutzes, die Umsetzung des Medizinproduktegesetzes und unser Handbuch für das Qualitätsmanagement der Hämotherapie sind in diesem Zusammenhang ebenfalls hervorzuheben.

Wir sehen das komplette QM-Handbuch, durch Zertifizierung bestätigt, ganz wie es die Zielsetzung sieht, als Nachschlagewerk für jeden von uns an. Natürlich ist es ebenso als Einarbeitungsdokument für neue Mitarbeiter zu sehen. Diese dürfen sich allerdings nicht von dem Umfang des Werkes erschlagen lassen, sondern sind selbstverständlich zunächst auf die Spezifität ihres Arbeitsplatzes hinzuweisen, um mit Hilfe der entsprechenden Kapitel eine Leitlinie vorzufinden.

Der zusätzliche Arbeitsaufwand im Rahmen des Zertifizierungsprozesses über zweieinhalb Jahre wurde erst Schritt für Schritt als Notwendigkeit von allen unseren Kollegen angesehen.

Nicht nur von den externen Auditoren, von diesen wurde aber nochmals in aller Deutlichkeit dargelegt, dass das Erreichte mit der Zertifizierung nur eine Stufe auf dem Weg in die Zukunft unseres Krankenhauses darstellt. Die ständige kritische Hinterfragung all unserer Tätigkeiten, u. a. mit Hilfe des Managementhandbuches, wird uns auch in Zukunft begleiten und unseren Patienten das Gefühl der Geborgenheit und ein höchstes Qualitätsmaß in Diagnostik und Therapie bieten.

U. Russow-Böhm
Geschäftsführerin

Deutsches Netz Rauchfreier KrankenhäuserAufnahme in das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser

Wir freuen uns über die Aufnahme in das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser.

Mit unserem Engagement auf dem Weg zu einem
rauchfreien Krankenhaus übernehmen wir eine Vorreiterrolle und tragen damit entscheidend zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Wir unterstützen auf diesem Wege eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Ziele – den Tabakkonsum einzuschränken.

Mit der mindestens 75%-igen Umsetzung der Standards 1 bis 10 des Europäischen Kodex erhielten wir das Silberzertifikat.

Weiter Informationen finden Sie im Internet unter:
www.rauchfreie-krankenhaeuser.de

Privatdozent Dr. Axel Rolle ist Preisträger des Innovationspreises 2004 der Berthold Leibinger Stiftung

Laserlicht bietet durch seine spezifischen Eigenschaften ganz neue Möglichkeiten zur Behandlung von Krankheiten. In der Thoraxchirurgie weist ein neuartiges Lasersystem mit einer speziell auf das Lungengewebe ausgerichteten Wellenlänge erfreuliche Erfolge vor - selbst bei bisher als inoperabel eingestuften Patienten mit vielen Lungenmetastasen.

Privatdozent Dr. Axel RolleDas Lungengewebe - Lungenparenchym in der Fachsprache - besteht aus Tausenden von Lungenbläschen, die von einem dichten Netz von Gefäßen umgeben sind. Schneidet man in dieses Gewebe, werden Blutgefäße und Bläschen durchtrennt, Luft und Blut treten aus und die Lunge fällt zusammen.

Um dies bei der Entfernung von Lungengewebe zu vermeiden, werden bisher Klammernahtapparate verwendet, die das Lungengewebe zusammenquetschen und mit Metallklammern heften. Sie können nur am Lungenrand verwendet werden.

LaserskalpellBeim Ausklemmen einer Metastase geht daher viel zusätzliches Lungengewebe verloren. Verlust an Atemvolumen und Leistungsfähigkeit ist die Folge. Waren bisher eine Vielzahl von Metastasen über die Lunge verteilt, so galt der Patient als inoperabel.

Mediziner versuchten deshalb sehr früh, den Laserstrahl als Skalpell bei der Lunge einzusetzen. Hierbei verdampft das Gewebe im Brennpunkt des Laserlichts, am Rand des Schnitts wird es bei niedrigen Temperaturen verschmolzen und darin befindliche Blutgefäße verschlossen.

Bereits vor 16 Jahren erkannte der Chirurg Dr. Axel Rolle, dass ein Laserskalpell mit der gerätebedingten Standardwellenlänge von 1064 Nanometer dennoch nicht in der Lage ist, Lungengewebe bluttrocken zu schneiden. Gemeinsam mit einem industriellen Lasergerätehersteller entwickelte er ein Serienprodukt mit 1318 Nanometer.

Dr. Axel Rolle überzeugte die medizinische Fachwelt von der besseren Schneid- und Verschmelzungsfähigkeit dieses neuen Laserskalpells. Es schneidet Metastasen in jeder Lage aus der Lunge heraus. Die Lunge büßt nur gering an Volumen ein und die Lebensqualität der Patienten steigt. Bisher inoperabel eingestufte Krebspatienten können nun erfolgreich behandelt werden.

Seit 1995 ist Dr. Axel Rolle Chefarzt der Thorax- und Gefäßchirurgie am Fachkrankenhaus Coswig. Für die Methode der Lungenparenchym-Laserchirurgie gewinnt er den 3. Preis. Mit diesem international anerkannten Verfahren arbeiten bereits über 80 Prozent der deutschen Thoraxzentren.