Fachkrankenhaus Coswig
 

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Reg.-Nr. IK 27 0141

Pneumonie - entzündliche Erkrankung der Lunge

Alveoläre Pneumonien werden vor allem durch bakterielle Infektionen ausgelöst.

  • Lobärpneumonie
    gleichmäßiger Befall größerer Lungenabschnitte (heute seltener).
  • Bronchopneumonie
    Herdförmige Infektion um die zentralen lobulären und terminalen Bronchien

Komplikationen

  • Abszedierungen
  • Pleuraemphysem
  • fehlende Exsudatlösung und Resorption führen zur Karnifikation (narbiger Verschluss von Lufträumen)

Interstitielle Pneumonien entsprechen Entzündungen im Lungengerüst, ausgelöst durch Virusinfektionen, physikalische und chemische Noxen sowie infolge immunologischer Reaktionen

Klinik: zum Teil hohes Fieber, deutliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, produktiver Husten mit eitrigem bis rostbraunen Sputum, oft atemabhängige Schmerzen, bei schwerem Verlauf: Tachykardie und Hypotonie; Unruhe und Atemnot

Diagnostik

  • Befund Auskultation, Perkussion
  • Röntgen in 2 Ebenen (optimale Technik Voraussetzung)
  • evtl. Ultraschall (bei Verdacht auf Begleiterguss)
  • Laborbefunde: Entzündungszeichen (BSG; CRP, Leukozyten)
  • Diagnostik von Krankheitserregern für gezielte Behandlung (ideal)
  • CT

Therapie

  • Chemotherapie (Antibiotika)
    • gezielte Therapie bei bekanntem Erreger
    • kalkulierte Therapie
  • Begleittherapie
    • Thromboseprophylaxe
    • Ausgleichen der Flüssigkeitsbalance
    • Physiotherapie: Atemgymnastik; Maßnahmen zur Sekretmobilisation (Vibration oder Perkussion z. B.)
    • Schleimlösende Medikamente
    • Inhalation (Anfeuchten und Reinigen der Atemwege)
    • evtl. Sauerstoff
    • selten: Beatmung

Pneumonienunterteilung

  • spontan erworben
  • nosokoniale Infektion
  • Pneumonie bei Immunschwäche
  • Aspirationspneumonie
  • Strahlenpneumonie (toxisch-entzündliche Reaktion auf ionisierende Strahlung)