Pneumonie - entzündliche Erkrankung der Lunge
Alveoläre Pneumonien werden vor allem durch bakterielle Infektionen ausgelöst.
- Lobärpneumonie
gleichmäßiger Befall größerer Lungenabschnitte (heute seltener).
- Bronchopneumonie
Herdförmige Infektion um die zentralen lobulären und terminalen Bronchien
Komplikationen
- Abszedierungen
- Pleuraemphysem
- fehlende Exsudatlösung und Resorption führen zur Karnifikation (narbiger Verschluss von Lufträumen)
Interstitielle Pneumonien entsprechen Entzündungen im Lungengerüst, ausgelöst durch Virusinfektionen, physikalische und chemische Noxen sowie infolge immunologischer Reaktionen
Klinik: zum Teil hohes Fieber, deutliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, produktiver Husten mit eitrigem bis rostbraunen Sputum, oft atemabhängige Schmerzen, bei schwerem Verlauf: Tachykardie und Hypotonie; Unruhe und Atemnot
Diagnostik
- Befund Auskultation, Perkussion
- Röntgen in 2 Ebenen (optimale Technik Voraussetzung)
- evtl. Ultraschall (bei Verdacht auf Begleiterguss)
- Laborbefunde: Entzündungszeichen (BSG; CRP, Leukozyten)
- Diagnostik von Krankheitserregern für gezielte Behandlung (ideal)
- CT
Therapie
- Chemotherapie (Antibiotika)
- gezielte Therapie bei bekanntem Erreger
- kalkulierte Therapie
- Begleittherapie
- Thromboseprophylaxe
- Ausgleichen der Flüssigkeitsbalance
- Physiotherapie: Atemgymnastik; Maßnahmen zur Sekretmobilisation (Vibration oder Perkussion z. B.)
- Schleimlösende Medikamente
- Inhalation (Anfeuchten und Reinigen der Atemwege)
- evtl. Sauerstoff
- selten: Beatmung
Pneumonienunterteilung
- spontan erworben
- nosokoniale Infektion
- Pneumonie bei Immunschwäche
- Aspirationspneumonie
- Strahlenpneumonie (toxisch-entzündliche Reaktion auf ionisierende Strahlung)
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